Tarifvertrag vw auszubildende

Volkswagen und die IG Metall haben ihre Verhandlungen für die vom Tarifvertrag erfassten Mitarbeiter der Volkswagen AG erfolgreich abgeschlossen. Als Folge der Coronavirus-Krise fanden die Verhandlungen unter äußerst schwierigen Bedingungen statt. Die Parteien einigten sich darauf, dass der mit Wirkung zum 30. April 2020 gekündigte Tarifvertrag bis Ende Dezember 2020 ohne Erhöhungder der Gehaltstabellen in Kraft bleiben soll. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von acht Monaten. Darüber hinaus wurde eine Unterstützung für die Mitarbeiter vereinbart, damit sie ihren Alltag in der Coronavirus-Krise besser meistern können. Die Weigerung von Volkswagen, in Chattanooga mit Local 42 zu verhandeln, wurde von der IG Metall bei Kundgebungen und Demonstrationen im ganzen Land unterstrichen. Als am 30. Januar in Hannover die dritte Gesprächsrunde mit VW begann, versammelten sich 5000 Gewerkschaftsmitglieder, um ihr Verhandlungsteam zu unterstützen. Einige trugen ein Transparent mit der Aufschrift “VW-Arbeiter in Chattanooga brauchen einen Tarifvertrag!” IG Metall-Regionaldirektor Thorsten Gröger nahm in seiner Rede vor der Menge das Verhalten von Volkswagen zur Kenntnis: Kürzlich besuchten die Inspektoren der Fernöstlichen Territorialorganisation der Seeleute-Union Russlands (SUR FETO) die von Panama flagd m/v Zorina im Hafen von Nakhodka. Bei der Überprüfung der Dokumente stellten sie fest, dass der mit der Taiwan Seafarers` Union (NCSU) unterzeichnete ITF-Tarifvertrag an Bord war. Aber bei einer gründlicheren Prüfung stellte sich heraus, dass die Situation an Bord nicht so gut war, wie es auf einmal schien. Außerdem wurde eine zusätzliche jährliche Zahlung von 27,5 % des Monatsgehalts ab August 2019 eingeführt, die von speziellen Arbeitnehmergruppen in sechs Urlaubstage umgerechnet werden kann.

Ab Juli 2019 wird monatlich 90 EUR an die betriebliche Altersversorgung geleistet; januar 2020, EUR98. Auch die Arbeitszeitregelungen der Projektarbeiten werden geändert. Der Tarifvertrag hat eine Laus 27 Monate. Ferner wurde eine Einigung über die Verlängerung der seit 2019 geltenden Option zur Umwandlung zusätzlicher Vergütungen aus dem Tarifvertrag in sechs Tage bezahlten Urlaub erzielt. Künftig gilt die Option für Mitarbeiter, die sich um ein Kind unter 12 Jahren kümmern. Früher lag die Obergrenze bei 10 Jahren. Im Jahr 2020 haben sich bereits 9.400 Eltern für den zusatzurlaub entschieden. Die Konversionsoption für Eltern und Pflegende Angehörige wird ebenfalls erweitert. Die Umstellung wird nun in bis zu fünf statt in zwei Jahren möglich sein.

Am nächsten Tag, ohne dass eine Einigung erzielt wurde, streiken Tausende VW-Beschäftigte im ganzen Land zwei Stunden lang. Im VW-Werk Kassel-Baunatal nahmen über 6.000 Beschäftigte teil und bejubelten IGM-Lokalchef Oliver Dietzel bei der Erklärung: Alle Seeleute haben individuelle Arbeitsverträge, die vorschreiben, dass jedes Besatzungsmitglied nach dem ITF-Tarifvertrag arbeitet. Auf die Frage, ob der Kapitän die Vereinbarung vorweisen solle, gab er uns die Vereinbarung zwischen der Firma Way-East Shipping Agency Co und der Besatzungsagentur Cross-Ocean International Ship Management. Natürlich haben wir den Seeleuten erklärt, dass die Beilegung von Arbeitskämpfen nicht in der Zuständigkeit der Besatzungsagenturen liege. Im Falle eines Streits würde die Besatzungsagentur nicht zur Verteidigung der Seeleute versammeln. Außerdem wurde für uns deutlich, dass der AB basi-Lohn in Höhe von 819 US-Dollar, der durch die ursprüngliche ITF-Vereinbarung garantiert wurde, nicht an Bord von m/v Zorina gezahlt wurde. Die Besatzung bestätigte dies sofort, sagte der Leiter von SUR FETO. Umfang: Der Haustarifvertrag der Volkswagen AG gilt für knapp 120.000 Mitarbeiter in den Werken Wolfsburg, Braunschweig, Hannover, Salzgitter, Emden und Kassel sowie der Volkswagen Financial Services AG. Volkswagen und die IG Metall haben die Verhandlungen für die Beschäftigten der Volkswagen AG erfolgreich abgeschlossen.